Castrop-Rauxel

Rund 75.760 Menschen leben in Castrop-Rauxel, damit ist die Stadt nicht auf der Liste der deutschen Großstädte zu finden. Im 19. und 20. Jahrhundert war das Bild der Stadt durch den Bergbau stark geprägt. Es gab verschiedene Zechen, wie die Zeche Erin und die Zeche Viktor. Die Zeche Erin wurde als letzte im Jahr 1983 geschlossen. Heute erinnern zahlreiche Industriedenkmale an die Vergangenheit der Stadt.

Castrop-Rauxel mag keine Touristenstadt in dem bekannten Sinne sein, aber es gibt zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die es sich durchaus zu besichtigen lohnt. So zum Beispiel der Hammerkopfturm der ehemaligen Zeche Erin. Sehenswert ist zudem das Schloss Bladenhorst, welches als Wasserschloss erbaut wurde. Die Kirche St. Lambertus ist ebenfalls eine Besichtigung wert, genauso wie das Taubenvatta-Denkmal. Dabei handelt es sich um ein Bronzedenkmal, das auf dem Kuopio-Platz zu finden ist. Außerdem gibt es in Castrop-Rauxel einen jüdischen Friedhof, der als der älteste erhaltene Friedhof gilt. Sehenswert ist zudem der Park, der auf dem Gelände der einstigen Pferderennbahn errichtet wurde. Der Park ist ein Naherholungsgebiet. Die Tradition der Pferderennen gibt es heute in Castrop-Rauxel nicht mehr, es erinnert nur noch ein Reitsportdenkmal auf dem Altstadtmarkt daran. 

In Castrop-Rauxel gibt es zwar offiziell eine Bürgerbeteiligung, allerdings gibt es auch Punkte, in denen es den Anschein hat, als würde diese seitens der Kommunalverwaltung umgangen werden. Viele Entscheidungen sind bereits getroffen und besiegelt, ehe sie zur Entscheidung durch die Bürger gegeben werden. Sicher haben die Bürger theoretisch die Möglichkeit, durch Volksbegehren oder Umfragen an den politischen Entscheidungen teilzuhaben, allerdings dürfte es in den meisten Fällen schwer werden, noch etwas an den getroffenen Entscheidungen zu ändern.

Zwischen 2000 und 2004 war Castrop-Rauxel einer der Teilnehmer des Projekts Kommunaler Bürgerhaushalt, das durch das Innenministerium Nordrhein-Westfalens und die Bertelsmann Stiftung initiiert wurde. Warum das Projekt bei dem durchschlagenden Erfolg, den es in der Stadt verzeichnen konnte, nicht weitergeführt wurde, ist nicht bekannt.