Bobigny

Die französische Stadt Bobigny beherbergt etwa 48.200 Einwohner und hat damit nicht den Status einer Großstadt. Das Flair, das diese Stadt verströmt, ist aber das einer solchen: weltoffen und freundlich. Die Stadt liegt östlich der Hauptstadt des Landes. Bei Vache a l’aise sind verschiedene archäologische Ausgrabungen zu sehen. Hier wurde zum Beispiel eine Holzstatue gefunden, die noch aus der gälischen Zeit stammt. Daraus wird geschlossen, dass die Stadt eine solche Vergangenheit hat und einst von den Galliern bevölkert wurde.

Touristisch ist die Stadt sehr gut erschlossen. Es gibt mehrere Hotels und Pensionen, auch private Personen vermieten Fremdenzimmer. Zudem gibt es einige Campingplätze hier – die Franzosen sind leidenschaftliche Camper. Gerade im Sommer ist es aber sinnvoll, den Platz rechtzeitig vorher zu reservieren. Wer möchte, kann sich in Bobigny von der guten französischen Küche überzeugen lassen, das Angebot an Restaurants und Bars ist groß. Auch die Nähe zur Hauptstadt Paris macht einen Aufenthalt in Bobigny sehr attraktiv. So kann auf der einen Seite das pulsierende Leben der Großstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten genossen werden, auch der anderen Seite die Ruhe, die diese doch bedeutend kleinere Stadt ausstrahlt.

Politisch gesehen sind die Bürger der Stadt sehr gut in Entscheidungsprozesse einbezogen. Es wird die so genannte bürgernahe Partizipation als Form des Bürgerhaushalts angewendet. Die Bürger können konkrete Vorschläge für eine Verbesserung eines Stadtteiles einbringen. Auch die gesamte Kommune steht hier im Fokus. Der Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern sowie der Politik soll verbessert werden. Die Vorschläge, die die Bürger einbringen, sind aber nur Richtlinien, nach denen sich die Politik richten kann, aber nicht muss. Dennoch ist es so, dass in vielen Fällen die Wünsche der Bürger Beachtung finden, teilweise zwar etwas abgewandelt, aber in den Grundzügen immer noch so, wie ursprünglich von diesen gedacht und gewünscht.